März 2015

Im März habe ich mich fast nur um die Wasserversorgung gekümmert. Für mich ein Horror, gar nicht mein Ding. Trotzdem habe ich alles hinbekommen, die große Frage steht aber noch aus: ist alles dicht? Bislang konnte ich noch keinen Druck draufgeben, weil noch Teile fehlten.


Watertank with 120 Liters of drinking water. With filter System from www.katadyn.de I am able to produce drinking water from out of rain or the nearby lake. The water pump is a Flojet, water hoses are red and blue for cold and warm water in the shower, the bathroom, the washing machine, which I imported from South Corea, and for the kitchen sink. Still waiting for the warm water Boiler, an Elgena, which is mostly build into ships. Produces warm water with the heat from the sun collectors or from the wood oven that will come shortly, and also with 220 Volt, but I hope I wan't need that.

Wasserversorgung

Im März hatte meine Frau doch tatsächlich die Idee, mal im Tiny-House zu übernachten. Und siehe da: sie hat gut geschlafen.

Die Versorgung mit Wasser habe ich bereits Ende Februar ausgiebig geplant. Zielsetzung wie üblich: möglichst autark leben können. Das setzt doch eine Menge Technik voraus.

Auf Bild 2 ist der Wassertank zu sehen: 120 Liter Inhalt, bei Reimo geordert wie so vieles. Ich habe das Bild mit roten Nummern von 1 bis 8 versehen, die ich hier erklären möchte:

1 ist der Zulauf von der Filteranlage, die ich dann Ende März bei www.katadyn.de bestellt habe. Die Firma Katadyn war sehr hilfreich, als ich um entsprechende Auskünfte angefragt habe, inzwischen sind die Filter auch angekommen. Einen Bericht vom Einbau baue in dann in die Aprilseite ein. Soviel kurz gesagt: mit der Filteranlage kann ich wirklich Dreckwasser zu Trinkwasser machen. Ein Grobfilter, danach ein Keramikfilter und zum Schluß ein Aktivkohlefilter. Für die Filteranlage gibt eine eigene Steckdose in der Außenwand, um das Wasser mit einem Druck von 2-3 bar einzuspeisen.

2 und 3 sind der drucklose Füllanschluß von außen. Hier kann ich sauberes Wasser aus dem Kanister oder über einen Schlauch einfüllen, wobei 3 gleichzeitig Überlauf und Entlüftung sind.

4 ist der Sauganschluß der Pumpe, zwischen 4 und 8 (der Pumpe) ist inzwischen noch ein Filter eingebaut.

5 und 6 gehören zu einem Tanksensor, der den Füllstand an eine Anzeige übermittelt.

7 ist ein Schwimmerschalter, der über ein Kfz.-Relais eine 12-Volt-Außensteckdose schaltet. Hintergrund ist folgender: wir versorgen uns auf dem Platz ja aus einer Quelle mit Trinkwasser. Dazu habe ich mir Kanister gekauft, 6 x 15 Liter. Die packe ich auf den Pickup, fahre zur Quelle, fülle die Kanister. Zurück zum TH, eine 12-Volt-Tauchpumpe mit einem Stück Schlauch an die Außensteckdose angeschlossen und dann das Wasser aus den Kanistern in den Tank im inneren gepumpt. Damit ich den Tank nicht überfüllen kann, schaltet der Schwimmerschalter den Strom AUS, wenn der Tank fast voll ist.

8 ist eine Druckpumpe von Flojet, 12 Volt, 2,4 bar, 12 Liter/Minute,selbstansaugend. Vorteil dieser Pumpe: trockenlaufsicher und kein Druckausgleichsbehälter im System notwendig, sie hat einen eingebauten Bypass, der den Druck reguliert. Und sie hat einen integrierten Druckschalter, der bei Wasserabnahme automatisch die Pumpe ein- und ausschaltet.

Bin mal gespannt, ob das später alles so funktioniert wie ich es geplant habe. Über die Filteranlage gibt es nächsten Monat noch mehr. Ebenso über den Boiler, da habe ich einen von Elgena bestellt. 50 Liter Warmwasser, zwei Wärmetauscher (Sonnenkollektoren und Holzofen) und ein 1.000 Watt Heizelement zusätzlich.

Bild 3 zeigt, wie ich die Wasserleitungen verlegt habe. Immer am Boden an der Ecke zur Außenwand. Auf einer Dachlatte, das isoliert nach unten, um eventuelle Frostschäden zu vermeiden. Neben die Leitung eine 40 mm Schraube eingedreht und dann den Schlauch mit Kabelbindern befestigt. Hält Bombenfest. Und die Leitungen verschwinden später im Sockel der Schränke. Da die Schläuche sehr fest sind und schwer auf die Schlauchverbinder gehen, habe ich mir mit einem Heißluftgebläse geholfen: Schlauchende anwärmen, dann dehnt es sich aus und wird elastischer und geht viel einfacher auf die Verbinder drauf. Nur nicht zu lange aufheizen, dann wird der Schlauch so weich dass er nicht mehr zu gebrauchen ist.

Bild 4 zeigt das Waschbecken, jetzt komplett angeschlossen, nur das Abwasser fehlt auf diesem Bild noch. Auch da wurde ich im Internet mal wieder fündig: auf dem Wasserablauf mit 40 mm Durchmesser sitzt als nächstes ein Adapter, auf den eine Gardena-Kupplung passt. Und damit konnte ich dann das Abwasser in einem normalen 3/4" Schlauch weiterleiten an den Abwassertank. Den habe ich auch noch zwischendurch provisorisch komplettiert. Im Tank sitzt eine Druckpumpe, in der Außenwand eine Wassersteckdose von Reimo mit Pumpenschalter. Jetzt kann ich draussen das Abwasser in Kanister umfüllen und entsorgen. Später geht das Abwasser ja dann in ein Pflanzenklärbeet mit Schilf und Binsen. Ist ja nur Grauwasser.

Bild 5 zeigt mal ganz provisorisch, wie später die Küche platziert wird. Sie beginnt gleich vor der Tür zum Bad, zieht sich an der Wand entlang mit einer Tiefe von nur 19 cm und geht dann diagonal in den Raum herein. Das habe ich eines Abends nach dem zweiten oder dritten Bier provisorisch aus Dachlatten und Sperrholzresten gezimmert. So konnte ich mir dann einen Eindruck verschaffen, ob man da noch gescheit durchgehen und arbeiten kann. Es geht!!